Am Ende einer zweitägigen Reise auf die Insel Sylt haben sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Tourismus der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beeindruckt von der jüngsten Entwicklung auf Deutschlands Top-Urlaubsdestination gezeigt. Der Arbeitsgruppenvorsitzende Klaus Brähmig (Sachsen) lobte die Anstrengungen der Gemeinden und der Wirtschaft auf Sylt, mit hoher Qualität einen besonderen Standard zu halten und auszubauen. Oftmals herrsche das Bild vor, der Tourismus laufe auf Sylt doch von alleine. „Das dies nicht so ist, sondern auch eine Top-Destination immer wieder neue Attraktionen bieten muss, haben wir in diesen zwei Tagen auf vielfältige Weise erfahren. Beeindruckt waren wir insbesondere auch von der Gastfreundschaft auf Sylt“, erklärte Klaus Brähmig.

Die Tourismuspolitiker hatten auch die langjährige Entwicklung der neuen Hotelprojekte kennen gelernt und erfahren, wie wichtig zugleich eine behutsame Entwicklungsplanung nötig ist. Gerade mit Blick auf die noch ausstehenden Verkäufe von Bundesliegenschaften in List sagten die CDU-Abgeordneten zu, gegenüber dem Bundesfinanzminister der Interessenlage der Inselgemeinden zu unterstützen. Die gemeindliche Planungshoheit müsse zwingend Vorrang haben vor den Verwertungsinteressen des Bundesfinanzministers, betonte Klaus Brähmig.
Die CDU-Tourismuspolitiker waren auf Einladung des örtlichen CDU-Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing, der ebenfalls dem Tourismusausschuss angehört, nach Sylt gekommen. Hier hatten sie Gespräche mit den örtlichen Verantwortungsträgern im Tourismus, mit Tourismusdirektoren und Kommunalpolitikern, geführt. Sie besuchten die jüngsten neuen Einrichtungen wie das Erlebniszentrum Naturgewalten in List und die neuen Hotels in Hörnum. In Keitum lernten sie den Wert der historischen Baukultur für den Tourismus kennen und besuchten das Heimatmuseum der Söl’ring Foriining. Vom Verbandsvorsteher des Landschaftszweckverbandes, Helge Jansen, erfuhren die Abgeordneten die Zusammenhänge des Küstenschutzes.

Die CDU-Tourismuspolitiker sagten Unterstützung für eine neue Insel-Ferienregelung zu, mit der echte Winter- oder Frühjahrsferien außerhalb der touristischen Saison ermöglicht werden sollen, damit auch im Tourismus Beschäftigte gemeinsamen Familienurlaub unternehmen können. Weitere Unterstützung soll es beim Ziel einer besseren Erreichbarkeit geben: Bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes in der kommenden Wahlperiode soll ein Maßnahmenpaket für touristische Destinationen geschnürt werden, zu dem auch der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke zwischen Niebüll und Westerland gehören soll.
Bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wollen sich die CDU-Abgeordneten für eine Verhandlungslösung über den Hörnumer Hafen einsetzen. Insbesondere Golfplatz und Hotel Budersand seien auf eine dauerhafte Absicherung ihrer Parkplätze im Hafenbereich angewiesen. Hier dürfe der Bund nicht nur schnelle Einnahmen im Blick haben. Die Entstehungsgeschichte dieses Hotels auf dem ehemaligen Kasernengelände zeige, dass mit einem fairen Interessenausgleich mehr zu erreichen sei als mit einseitigen Verkäufen des Bundes, die später wieder rückgängig gemacht werden mussten, stellte Ingbert Liebing fest.

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