Eine Debatte über Spätabtreibungen von Embryos, bei denen eine schwere Behinderung festgestellt wurde, fand am gestrigen Mittwoch im Deutschen Bundestag auf hohem Niveau statt. Über Fraktionsgrenzen hinweg lagen Gruppenanträge vor, die gemeinsam das Ziel verfolgten, die Zahl dieser Schwangerschaftsabbrüche zu reduzieren und auch behindertem Leben mehr Chancen geben wollten. Der CDU-Bundtagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, unterstützte dabei den Gesetzentwurf mit dem eine Mindestbedenkzeit vorgeschrieben wird. „Diese Frist von drei Tagen soll genutzt werden, um den Schwangeren in einer extremen Konfliktsituation Hilfe zu bieten, zu beraten und psychologisch zu begleiten, wenn dies gewünscht wird“, betonte Ingbert Liebing nach der Beschlussfassung des von Liebing unterstützten Gesetzentwurfes.
Wenn nur ca. 18 Prozent der Schwangeren, die wegen einer festgestellten Behinderung bei ihrem Kind sich für eine Abtreibung entschieden haben, sich ausreichend beraten gefühlt haben, so besteht dringender Handlungsbedarf – „für Beratung und für Hilfe, die den Schwangeren garantiert werden muss“, erklärte Ingbert Liebing.
Der CDU-Politiker erlebte die Debatte als eine „Sternstunde des Parlamentarismus“, in der bei vielen Rednern die großen Gewissensnöte in Konfliktlagen deutlich geworden seien, und zwar unabhängig von Parteipositionen.
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