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24. Shipbuilding, Machinery Marine Technology, International Trade Fair Hamburg (SMM) 2010: Maritime Industrie bleibt eine nationale Aufgabe

9. September 2010

 


Unterwegs auf der Leitmesse Schiffbauindustrie SMM 2010, v.l.: Eckhardt Rehberg, Beauftragter für die maritime Wirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ingbert Liebing, Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und sein schleswig-holsteinischer Landesgruppen-Kollege Dr. Philipp Murmann lassen sich von einem Aussteller die maritime Technik erläutern

Die Mitglieder des Arbeitskreises der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag besuchten kürzlich die Leitmesse der Schiffbauindustrie, die „SMM 2010“ in Hamburg (7.-10.09.2010), um sich aktuell über den Zustand und die Perspektiven der Branche zu informieren. Nach dem Zusammentreffen der Abgeordneten mit verschiedenen Vertretern großer und mittelständischer deutscher Unternehmen erklärt Ingbert Liebing, Vorsitzender des Arbeitskreises Küste der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag:„ Durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise und die damit verbundenen Einbrüche im Welthandel befindet sich die Schifffahrtsbranche weiterhin in einer schwierigen Lage: Viele Werften kämpfen um wenige Aufträge, die Kreditvergabe durch Banken erfolgt spärlich, Anfragen an Zulieferer erfolgen langsam. Kurzum: Die Krise ist noch nicht überstanden und die deutsche Schifffahrtsindustrie sowie die zahlreichen, von ihr abhängigen Zulieferer kämpfen um notwendige Neuausrichtungen. Hierbei ist die Herstellung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen von besonderer Bedeutung, um der Branche angesichts eines sich weiter intensivierenden Wettbewerbs stabile Planungen zu ermöglichen“.

Gegenüber den Unions-Küstenparlamentarier machten die Unternehmens- und Verbandsmitglieder auf diesem zentralen internationalen Forum der Branche darüber hinaus deutlich, dass
- die Zukunft der deutschen maritimen Industrie nicht länger im Containerschiffbau, sondern im Bereich des Spezialschiffbaus liegt, da zunehmend kundenspezifische Lösungen erforderlich seien;
- der Offshore-Bereich ein zentrales neues Geschäftsfeld darstellt, wobei der technologische Vorsprung genutzt werden müsse, da auch hier internationaler Wettbewerb bestünde;
- die maritime Umwelttechnologie beispielsweise im Bereich emissionsarmer Schiffe große Fortschritte mache, aber die Umsetzung aufgrund mangelnder Nachfrage schwierig sei;
- ein starker Mangel an Fachkräften bestehe und zunehmend qualifiziertes Personal benötigt werde.


Mit Blick auf dringend notwendigen politischen Handlungsbedarf traten insbesondere die Vertreter der Werften mit der Bitte an die Mitglieder des Küstenkreises heran, stärkeren Druck auf asiatische Länder auszuüben, damit die wesentlichen Wettbewerber aus Südostasien an der Lösung der Probleme mithelfen und alle von fairen Wettbewerbsbedingungen profitieren. Insgesamt zeigten sich die Industrievertreter jedoch optimistisch, sich den neuen Anforderungen anpassen und gemeinsam mit der Politik das Überleben der Branche sichern zu können. „Der Messerundgang hat gezeigt, dass die Unternehmen, die auf Forschung und Innovation setzen, beste Chancen haben. Dies macht uns allen – trotz anhaltenden Krisenszenarios – Mut für die Zukunft“, so Ingbert Liebing abschließend.

www.ingbert-liebing.de

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