2,1 Mio. Euro werden in diesem Jahr aus dem Bundeshaushalt in die Wattenmeerregion fließen, um dort insbesondere die Information für Besucher zum Weltnaturerbe Wattenmeer aufzubauen und zu verbessern. Dies teilte der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, MdB, nach Informationen aus der Bundesregierung mit. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hatte in diesem Jahr ein neues Programm zur Förderung der UNESCO-Welterbestätten aufgelegt, das im vergangenen Jahr erstmals im Rahmen der Konjunkturprogramme gestartet worden war. Dabei fließt der Hauptteil in die Kulturerbestätten, bei denen es in erster Linie um bauliche Unterhaltung von Kulturdenkmälern geht. Erstmalig profitiert in diesem Jahr auch das Weltnaturerbe Wattenmeer von diesem Programm.
Insgesamt 10 Projekte werden mit den Bundesmitteln gefördert. Die Hälfte davon fällt auf Niedersachsen. In Schleswig-Holstein handelt es sich zum einen um die Neuausrichtung des Nationalparkzentrums Multimar Wattforum in Tönning, wo eine besondere Informationseinheit zum Weltnaturerbe Wattenmeer geschaffen werden soll. Zwei Sammelanträge für verschiedene Informationsmodule in Nordfriesland und Dithmarschen sind ebenfalls bewilligt worden. Die Hallig Langeneß erhielt ebenfalls den Zuschlag mit dem Projekt „Qualifizierung des Gerdsenhauses auf Hallig Langeneß“ wo es ebenfalls um zusätzliche Informationen zum Weltnaturerbe geht. Darüber hinaus hat Meldorf den Zuschlag bekommen für eine Konzeptentwicklung zur touristischen Weiterentwicklung und für Planungskosten der Bauleitplanung im Speicherkoog.
Zahlreiche weitere Projektanträge konnten zwar nicht bewilligt werden. Dennoch wertete Liebing dieses Bundesprogramm für Welterbestätten auch für das Wattenmeer als besonderen Erfolg: „Ohne dieses Sonderprogramm hätten diese Mittel für das Wattenmeer nicht vom Bund gewonnen werden können. Das Bundesumweltministerium wäre nicht in der Lage gewesen, dies aus regulären Haushaltsmitteln zu finanzieren.“
Mit den jetzt vom Bund geförderten Projekten sei es möglich einen Einstieg in eine neue Besucherinformations-Infrastruktur zum Weltnaturerbe Wattenmeer zu schaffen. Er hoffe, dass dies in den kommenden Jahren fortgesetzt werden könne, auch wenn derzeit nicht erkennbar sei, dass kurzfristig weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden könnten.
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