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CDU-Politiker besuchten Büsum: Lob für innovative Forschung

18. August 2010

 


Dr. Klaus Vanselow, Eckhardt Rehberg, Ingbert Liebing, Bürgervorsteherin Dörte Wiedemann
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Forschungs- und Technologiezentrum (FTZ) und die Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) waren Stationen in Dithmarschen auf der Informationsreise zu Standorten der Maritimen Wirtschaft, zu der der CDU-Bundestagsabgeordnete Eckhardt Rehberg aus Rostock seine Sommerpause nutzte: Ein Tagesausflug von der Ostsee- an die Nordseeküste. Rehberg ist der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Maritime Wirtschaft. Er war einer Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Ingbert Liebing gefolgt.

Im FTZ erläuterte Dr. Klaus Vanselow insbesondere das Projekt "Ocean Monitoring System", das jetzt auch nach dem offiziellen Projektende von den 14 beteiligten Unternehmen vor allem für den Export genutzt wird. Das System, das als Nordsee Monitoring System mit Standort im FTZ oder mehreren externen Meßstationen fortgesetzt wird, beeindruckte Rehberg: "Es ist gut zu sehen, dass aus einer technologischen Entwicklung der Wissenschaft inzwischen konkrete wirtschaftliche Exportpotentiale für deutsche Unternehmen entstanden sind." Mit diesem System lassen sich jede Art Daten über das Meer, die Strömung oder Bodenverhältnisse gewinnen und in Zeitreihen auswerten. Der bekannteste Einsatz erfolgt in Tsunami-Frühwarnsystemen. Aktuell sollen Erfahrungen dieses Systems in Saudi-Arabien zum Einsatz kommen.

Für den Technologietransfer von Wissenschaft in die Wirtschaft hinein interessierte sich Rehberg auch bei der GMA, wo Kreislaufanlagen für die Fischzucht zum Einsatz kommen. Dr. Sven Würtz erläuterte seinen Gästen die Funktionsweisen und vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in der Binnenfischerei. Ingbert Liebing als Mitglied im Umweltausschuss des Bundestages lobte dieses ökologisch hochwertige Konzept, bei dem anders als bei vielen Aquakulturen in Südeuropa oder Asien keine negativen Folgewirkungen auf die Umwelt zu befürchten sind. Effizienter Umgang mit der Ressource Wasser und Kontrolle sowie Ableitung von Schadstoffen seien ein Gütezeichen dieser Technik. Eckhardt Rehberg bedauerte, dass in einer gerade in Kraft getretenen neuen EU-Verordnung, über die Dr. Würtz berichtete, Kreislaufanlagen nicht erfasst würden. Offensichtlich hätten sich hier die Südeuropäer brutal durchgesetzt. So werde auch der Einsatz von Fischmehl nicht problematisiert, obwohl für die Gewinnung von 1kg Speisefisch 4 kg Fischmehl aufgewandt werden müssten. All dies sei bei den Kreislaufanlagen der GMA nicht der Fall. Rehberg und Liebing kündigten an, dieses Thema noch einmal bei der Landwirtschafts- und Fischereiministerin Ilse Aigner vorzubringen.

Eckhardt Rehberg zeigte sich nach dem Besuch in Büsum beeindruckt von diesen Facetten der Maritimen Wirtschaft, "die weit mehr darstellt als ausschließlich Schiffbau, wie viele Menschen gerade in Süddeutschland meinen. Maritime Wirtschaft ist auf innovative Entwicklungen aus der Wissenschaft heraus angewiesen. Die Einrichtungen in Büsum leisten dafür einen wichtigen Beitrag", erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete zum Abschluss seines Besuches.

 

www.ingbert-liebing.de

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