Ein Gespräch über die aktuellen Entwicklungen und Problemstellungen in der Hotel- und Gaststättenbranche führte heute die Arbeitsgruppe Tourismus, deren stellvertretender Vorsitzender der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing ist. Ernst Fischer, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) und die Haupt-Geschäftsführerin Ingrid Hartges, sprachen vor allem über die Auswirkungen der gesenkten Hotelmehrwertsteuer, die fatale Wirkung der bereits in einigen Städten eingeführten Bettensteuer, die geplante Einführung der Restaurant-Ampel und dem wichtigen Thema Ausbildungsförderung und Fachkräftemangel.
„Besonders interessant für meinen Wahlkreis Nordfriesland sind die Ergebnisse einer Dehoga-Umfrage zur Mehrwertsteuersenkung, die meine eigene Umfrage unter den Hoteliers in Nordfriesland und Dithmarschen bestätigt“, erklärte Ingbert Liebing. Wie auch von Liebing herausgefunden, zeigte die Dehoga-Umfrage, dass viele Betriebe ihre Preise senken konnten, 88,8 Prozent der befragten Betriebe in Folge der Mehrwertsteuersenkung Investitionen tätigen konnten und Renovierung und Modernisierungen vorgenommen haben. Darüber hinaus stiegen die Löhne der Mitarbeiter in der Branche, auch für Schulungen und andere Qualifizierungsmaßnahmen ist Geld geflossen.
„Dies zeigt die positive Wirkung dieser Maßnahme der Koalition. Umso bedauerlicher finde ich es, dass jetzt im Zuge der Einführung kommunaler Bettensteuer die positiven Effekte wieder „einkassiert“ werden“, so Liebing. Der Dehoga sagte zu dieser Problematik, dass die Bettensteuer verfassungswidrig sei und der Verband beim Bundesverwaltungsgericht Revision gegen ein zustimmendes Urteil einlegen werde.
Die Restaurant-Ampel sei laut Dehoga insofern ein Problem, als eine Stigmatisierung einzelner Betriebe stattfinde, die grundsätzlich sauber arbeiten würden, aber bewusst in Zeiten von Hochbetrieb in der Küche geprüft würden. Zu diesem Zeitpunkt könne ein Prüfer immer eine Beanstandung finden. Der Dehoga schlägt stattdessen vor, Betriebe, die wirklich schlampig arbeiten und grundsätzliche Hygienevorschriften nicht einhalten würden, komplett zu schließen. Dies sei am Ende konsequenter.
Zum Thema Ausbildung vermerkte der Dehoga, dass hier inzwischen angemessene Bezahlungen der Auszubildenden zu verzeichnen seien, es leider aber an genügend Ausbildungswilligen fehlt. Daher warb Ingrid Hartges dafür, mehr Infoveranstaltungen in den Schulen anzubieten, um die Jugendlichen auch auf diesen Ausbildungsberuf hinzuweisen.
„Deshalb ist es auch gut, dass alle bisherigen Daten eine hervorragende Saison erwarten lassen“, so Liebing abschließend.
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