Nach der Neuausrichtung der Energiepolitik in Deutschland geht es jetzt um die konkrete Umsetzung. Dazu gehört auch der Ausbau des Stromnetzes, der in den vergangenen Jahren deutlich vernachlässigt worden ist. Dafür kann die Überlegung der Arbeitsgemeinschaft Netz GmbH, eine Bürgernetzgesellschaft aus regionalen Unternehmen, Windparkbetreibern und Einwohnern zu bilden, ein sinnvoller und hilfreicher Beitrag sein. Diese Auffassung vertritt der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, MdB, der im politischen Raum bereits seit längerem für derartige Modelle wirbt.
Bereits im März hatte Liebing in Berlin Vertreter der ARGE Netz mit dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur, Johannes Kindler, zusammengebracht, damit gemeinsam geprüft werden kann, ob derartige Modelle nach heutigem Recht bereits möglich sind, oder ob dafür Rechtsänderungen notwendig oder sinnvoll seien. Auch aus der Spitze der Bundesnetzagentur sei damals ein positives Signal erfolgt.
„Wichtig ist aber, dass die Netzbetreiber damit nicht aus ihrer Verantwortung und Verpflichtung für einen ausreichenden und zeitgerechten Netzausbau zu sorgen, entlassen sind“, erklärte Ingbert Liebing. Die Einbindung regionaler Akteure mache jedoch deutlich, dass der Netzausbau im regionalen Interesse liegt. „Wenn wir von der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien an der Westküste Wertschöpfung für unsere Region gewinnen wollen, dann gehört der Netzausbau zwingend dazu. Auf der 380 KV-Höchstspannungsebene lassen sich die Leitungen nicht in der Erde verstecken. Wichtig ist, dass möglichst frühzeitig in offenen Dialogen mit der Bevölkerung unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten diskutiert werden. Dafür sind die von der Landesregierung entwickelten Vorschläge, die mit den Landkreisen und den regionale Akteuren umgesetzt werden sollen, genau richtig“, so der CDU-Politiker.
Liebing zeigte sich überzeugt davon, dass es gelingen könne, auf diesem Weg Nordfriesland ein zweites Mal zu einem deutschen Modellprojekt zu entwickeln: „Schon mit dem Ausbau der Windkraft in Bürgerwindparks ist eine Akzeptanz für diese Energieform erreicht worden, die es sonst in Deutschland nirgendwo gibt. Jetzt besteht die Chance, den Nachweis anzutreten, dass auch die dazugehörige notwendige Infrastruktur gemeinsam mit der Bevölkerung geschaffen werden kann“, erklärte Ingbert Liebing abschließend.
www.ingbert-liebing.de
→ Informationen zur Diskussion
→ Informationen zur Mitgliedschaft