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Liebing zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

11. Oktober 2010

Zur „Reform der gemeinsamen Fischereipolitik“, einem intensiv diskutierten Thema, sprach der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, MdB, jetzt bei einer Veranstaltung der Stiftung „Baltic Sea 2020“ in Berlin.

Diese hat sich das Ziel gesetzt, Fischereibelange und Umweltschutz unter einen Hut zu bekommen.Die EU-Kommission will im Frühjahr des nächsten Jahres ihre Vorschläge vorlegen. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die beteiligten Akteure im Vorfeld zusammentreffen und die verschiedenen Interessen, wie die der Fischereiwirtschaft, der Meeresschützer und der Tourismusbranche, benennen und ausgleichen.

Mit Blick auf die deutsche Fischerei gibt es zahlreiche Beispiele, die zeigen, dass viele Fischer bereits viel für die Nachhaltigkeit getan haben. Beispielsweise die MSC-Zertifizierung: Sie bietet der Fischerei auf der ganzen Welt die Möglichkeit, umweltgerechtes Verhalten von einer unabhängigen Stelle bestätigen zu lassen. „Viele Fischbestände in den EU-Gewässern befinden sich allerdings noch immer in einer schlechten Verfassung und die bisherige Politik konnte bislang keine umfassende Lösung herbeiführen“, erklärt Ingbert Liebing.

Angesichts der Bedeutung, die die marine Umwelt für unser Leben hat, und ihrer zunehmenden Gefährdung müssen wir uns nachdrücklich für einen gezielten Schutz der maritimen Lebensräume einsetzen. „Vor diesem Hintergrund verbinde ich mit der geplanten Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik die Hoffnung einer Neuausrichtung dieses Politikfeldes“, betonte Liebing.

Um dieses Ziel zu konkretisieren, hat Bundesministerin Aigner drei Säulen benannt, auf die sich zukunftsweisende Fischereipolitik zukünftig stützen muss. Diese Ziele unterstütze er, erklärte Liebing:

· Nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbeständ („modernes Fischereimanagement“),

· konsequente Kontrolle der Fangmengen (z. B. bessere Kontrollmechanismen zur Vermeidung von Rückwürfen bzw. unerwünschten Beifängen) und

· nachhaltiger Konsum.

 

Einen besonders hohen Stellenwert haben in diesem Zusammenhang

· die Durchsetzung mehrjähriger Bewirtschaftungspläne,

· die Erreichung einer signifikanten Vermeidung unerwünschter Beifänge und

· die schrittweise Einführung von Rückwurf-Verboten und Anlande-Geboten.

Um diese Ziele zu realisieren, bedarf es der verantwortlichen Mitwirkung aller Beteiligten. In Deutschland bedeutet das konkret, dass ein Zusammenwirken des federführenden Bundeslandwirtschaftsministeriums und anderer beteiligter Ressorts sowie eine möglichst frühzeitige Einbindung von NGOs und Verbänden gegeben sein sollte.

Liebing warb für mehr Gemeinsamkeit von Fischerei und Meeresnaturschutz. „Wir müssen raus aus den Schützengräben gegenseitiger Vorwürfe. Der Naturschutz für die Meere hat genauso seine dringende Berechtigung, wie eine nachhaltige Fischerei Zukunft haben muss. Auch die Fischerei muss ein Interesse daran haben, dass eine großindustrielle Fischerei die Bestände nicht zerstört, die die Basis einer nachhaltigen Fischerei sein sollte“, erklärte der CDU-Politiker.

„Nur wenn wir alle Faktoren im Blick behalten, werden wir über saubere Meere verfügen, die uns künftig mit hochwertigem Fisch versorgen“, so Liebing abschließend.

www.ingbert-liebing.de

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