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Liebing wirbt für Bundesfreiwilligendienst

29. August 2011

„Der neue Bundesfreiwilligendienst ist eine hervorragende Chance für gesellschaftliches Engagement. Nach der Aussetzung der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ende des Zivildienstes haben Bundesregierung und Bundestag mit dem Bundesfreiwilligendienst eine attraktive Nachfolgelösung geschaffen, die mehr Möglichkeiten bietet als der alte Zivildienst. Jetzt kommt es darauf an, das Angebot bekannt zu machen.“ Dies erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete für Nordfriesland und Dithmarschen-Nord, Ingbert Liebing, MdB, am Montag bei einem Besuch in den Husumer Werkstätten. Dort informierte sich Liebing bei dem Leiter der Werkstätten, Truels Hansen, und dem Leiter des Theodor-Schäfer-Berufsbildungswerks Hans-Jürgen Vollrath-Naumann, über die Einsatzmöglichkeiten.

Seit dem 1. Juli gibt es den Bundesfreiwilligendienst. Bundesweit sollen 35.000 Stellen angeboten werden, die der Bund finanziert. Dieser Dienst ist offen für alle Bürger allen Alters, hob Liebing hervor. Damit biete er auch eine Chance z.B. für Menschen nach längerer Arbeitspause, sei es wegen Arbeitslosigkeit oder wegen Familienarbeit, um den Wiedereinstieg in einen Beruf zu schaffen. Gegenüber dem Zivildienst gebe es auch erweiterte Einsatzmöglichkeiten. So könnten auch Kommunen derartige Stellen anbieten. „Kranken und behinderten Menschen zu helfen, Älteren Gesellschaft zu leisten, sich für den Naturschutz zu engagieren, kulturelle Angebote zu verbessern – das alles können für jeden einzelnen erfüllende Aufgaben für unsere Gemeinschaft sein“, erklärte Ingbert Liebing.

In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst 12 Monate, also länger als zuletzt der Zivildienst. Er könne jedoch auf maximal 24 Monate ausgedehnt werden. Dies sei attraktiv für Träger, da ein häufiger Wechsel mit Einarbeitungsphase entfällt. Grundsätzlich handelt es sich um Vollzeitstellen. Personen über 27 Jahren könnten auch Teilzeitstellen übernehmen.
Je Einsatzstelle erhält der Träger 550 € vom Bund. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dem Träger. Bis zu 330 € würden an den Freiweilligendienstleistenden gezahlt. Darüber hinaus würden wie Sozialversicherungsbeiträge übernommen. Im Herbst erfolge auch eine gesetzliche Klarstellung, dass das Kindergeld nicht angerechnet, sondern zusätzlich gezahlt werde.

Der Bund stockt sein finanzielles Engagement in diesem Bereich deutlich auf. Insgesamt würden 350 Mio. € eingesetzt: 250 Mio. € für den Freiwilligendienst, 100 Mio. € für die Jugendfreiwilligendienste (FSJ, FÖJ).

Nach Liebings Auffassung kommt es jetzt darauf an, sowohl mit Informationsarbeit seitens der Bundesregierung als auch mit attraktiven Angeboten der Einsatzstellen vor Ort dieses Angebot bekannt zu machen. Es sei nicht verwunderlich, dass dieses Angebot, nachdem es erst im Frühjahr beschlossen worden war, noch nicht überall in der Bevölkerung bekannt sei. „Dafür müssen wir jetzt sorgen, und dazu dient auch mein Besuch in Einrichtungen in Husum, um mich über die konkreten Angebote zu informieren und ein öffentliches Signal für diesen Bundesfreiwilligendienst zu geben“, erklärte Ingbert Liebing.

 

www.ingbert-liebing.de

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