In seiner heutigen Sitzung traf der Arbeitskreis Küste der CDU/CSU-Bundestagsfraktion mit Ralf Nagel, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Verbands Deutscher Reeder (VDR), zusammen. Die Sitzung wurde genutzt, um im Vorfeld der Siebten Nationalen Maritimen Konferenz am 27./28. Mai 2011 in Wilhelmshaven die Themen zu erörtern, die aus Sicht der Reeder von besonderer Relevanz sind.
Hierzu erklärt der Vorsitzende des Küstenkreises, Ingbert Liebing MdB: „Bei der Branche der Reeder handelt es sich überwiegend um mittelständische Unternehmen, von denen eine besondere regionale Wirkung in Norddeutschland ausgeht. Noch haben die Reeder die globale Wirtschafts- und Finanzkrise nicht überwunden, aber ich freue mich, dass die Branche grundsätzlich optimistisch in die Zukunft blickt und die Entwicklung der Weltwirtschaft positiv einschätzt.“
Als Vertreter des VDR machte Nagel deutlich, dass sich die Branche eine Fortsetzung des Maritimen Bündnisses wünscht, in dessen Zentrum die Sicherung von Ausbildung und Beschäftigung im maritimen Bereich steht. Darüber hinaus betonte Nagel
- die Erfolgsgeschichte der Tonnagesteuer in Deutschland,
- die Bereitschaft der Reeder, grundsätzlich an der Absenkung des Co2-Ausstosses mitzuwirken, wobei das Schiff relativ gesehen schon heute der ökologischste Verkehrsträger sei,
- das große Interesse seiner Branche an den sich aus der Erschließung der Offshore-Windenergie ergebenden Perspektiven,
- die Notwendigkeit eines konstruktiven Dialogs zwischen Politik und Reedern zur Entwicklung praktikabler Lösungen bei der Bekämpfung von Piraterie-Angriffen. Hier zeige die leidvolle Erfahrung der überdurchschnittlich betroffenen deutschen Reeder die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung von Bundesregierung und Schiffseignern.
Mit Blick auf die sich verschärfende Problematik der Piraterie erklärte Liebing MdB abschließend: „Die Maßnahmen, die seitens der Politik und der Reeder bislang zum Schutz der Schiffe vor Piraten ergriffen wurden, reichen nicht aus. Wir müssen nach praktikablen Lösungen suchen, um deutsche Staatsbürger und deutsches Eigentum zu schützen.
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